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Interview mit Dr. Bob Edgar
Vor kurzem kritisierten der Nationalrat der US-Kirchen sowie einige
Friedensorganisationen in Fernsehsendern, wie CNN und Fox News, die kriegssüchtige
Politik der Bush-Regierung und bezeichneten den Krieg als im Widerspruch zu
den göttlichen Vorschriften und der christlichen Lehre. Zu den Kritikern
gehörte Dr. Edgar, ein Bischof der Methodist Kirche, mit dem das
englischsprachige Programm der IRIB ein Interview führte. Im Folgenden
einige Auszüge aus diesem Interview.
Wir, christlichen Führer, sind der Ansicht, dass George Bush den Krieg und
die Gewalt nicht verbreiten darf und dass seine Äußerungen gegen das
Christentum verstoßen. Bush benutzt die Sprache der radikalen Christen, um
seine Position und seine Politik bezüglich des Nahen Ostens zu verteidigen.
Wir fordern ihn aber auf, die Religion nicht als ein Instrumentarium
einzusetzen. Wir sind gegen die radikalen Christen wie Jerry Falwell, Pat
Robertson und Franklin Graham, die durch das Christentum die anderen
Religionen, darunter den Islam zu unterdrücken versuchen. Die Bibel ist
verschieden zu interpretieren. Wenn Bush in der Bibel liest, findet er Gott
als Gott der Rache und des Krieges. Wir sind aber der Meinung, dass Gott der
Gott des Friedens ist. Gott forderte eine friedliche Koexistenz unter den
Anhängern aller Religionen. Wir gehen davon aus, dass die Muslime und die
Christen ein gemeinsames Ziel verfolgen und zwar die Herstellung von Frieden
und Stabilität auf der ganzen Welt.
Wir alle kennen die verheerenden Folgen der Atomwaffen und lehnen uns strikt
gegen die Produktion und Verbreitung dieser Waffen weltweit auf. Zurzeit
konsultieren wir mit gemäßigten christlichen, jüdischen und moslemischen
Führern darüber, wie nun nach dem Irak-Krieg ein dauerhafter Frieden
hergestellt werden kann.
Wir hoffen, dass die USA als erste ihre Atomwaffen reduzieren, die Verträge
über Verbot von Atomwaffen unterstützen und nach friedlichen Methoden
suchen.
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